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Im Unterschied zu der im Frühjahr stattfindenden Langen Nacht der Museen geht es bei der Stuttgarter Nacht um Kultur ohne Museen. Die Anzahl der Veranstaltungsorte sowie der Besucherandrang ist viel geringer. Hat aber den Vorteil, dass die Besuche(r) der Veranstaltungen weniger anstrengend sind, alles zentraler und nicht so weit verstreut ist. Das Wetter spielte mit und bei den milden Temperaturen konnten wir auch die OpenAir Events ohne frösteln genießen.

Nachdem wir am Schlossplatz auf der Außenterrasse im Café Künstlerbund vor Kulturbeginn einen Platz ergattert hatten, planten wir bei einem leckeren Getränk unsere abendliche Route. Um 19 Uhr ging es los und der erste Weg führte uns zum Rathaus. Kleiner Andrang vor der Kasse, bei dem wir uns zunächst für 17,- Euro das farbige Bändchen besorgten, dass uns Einlass bei allen teilnehmenden Veranstaltungsorten gewährte.

(zum Vergrößern Bild anklicken)

Es gibt ja immer Dinge im Leben, die man immer mal machen will, aber nicht jetzt, später, und schwupps hat man keine Gelegenheit mehr dazu. Bei mir ist das u.a. eine Fahrt mit dem Paternoster. Dies konnten wir im Rathaus nachholen.

Auf den oberen Etagen gab es Bilderausstellungen, musikalische Events sowie verschiedene gastronomische Bereiche.

Das bei Events die Preise für Speisen und Getränke oftmals erhöht sind, daran hat man sich gewöhnt. Daher soll an dieser Stelle erwähnt werden, dass es im Rathaus möglich war, Kaffee, Cappuccino, Espresso für 1,- Euro zu genießen. Geht doch!

Nach dem Kaffeegenuss ging es über den Schillerplatz, wo die „Schnuppertour Geisterführung“ stattfand. Wir verzichteten auf Stuttgarts Geister und liefen weiter zum Landtag.

Der Landtag war gut besucht, was man vermutlich von so mancher Sitzung nicht behaupten kann. Aber das hier gebotene Programm sprach auch eher die breite Masse an.

Für die sehr guten musikalischen Darbietungen sorgte neben der A-Cappella Band Füenf u.a. das schwäbische Music-Comedy Duo „Ernst & Heinrich“.

Im Sitzungssaal gab es „Poetry Slam“ – selbstverfasste Texte, die nicht nur gelesen, sondern auf performed wurden. Leider kein Platz mehr für uns.

Auf der untersten Etage gab es ein Vorgeschmack auf das vom 24.-28. April 2018 stattfindende 25. Trickfilmfestival. Es wurden Highlights vom diesjährigen Festival gezeigt – amüsant, kurzweilig.

Und nebenbei ein großes Lob an die Security Crew. Ich habe schon des öfteren erlebt, wie unfreundlich Besucher behandelt werden. Aber hier war die Crew sehr nett und freundlich und störte trotz der hohen Präsenz die gute Atmosphäre keineswegs.

Weiter ging es zum Charlottenplatz zur Konzertdirektion Russ. Im Innenhof hinter dem Grand Café Planie gibt es einen gemütlichen Biergarten, der uns bisher völlig unbekannt war. Gleichmal für den kommenden Sommer vormerken.

In den Räumlichkeiten der Direktion wurde in den Fluren Konzertplakate ausgestellt, die bei gefallen auch käuflich erworben werden konnten.

Im Innenhof fanden OpenAir Fotoausstellungen mit musikalischer Begleitung statt. Die Fotos wurden per Beamer an die Hauswand projiziert, das musikalische Quartett platzierte sich vor der gemauerten Leinwand, sodass man beides gut im Blick hatte. Gezeigt wurden Konzertfotos von Wolf-Peter Steinheisser.

Auf dem Weg nach Hause machten wir noch einen Abstecher zum „Kunstverein Wagenhalle“. Das ganze wirkte auf uns sehr skurril. Ob´s an der kaum beleuchteten kleinen Siedlung abseits der Wohnhäuser, dem vielen Rauch und den unbefestigten Wegen lag? Mag sein. Jedenfalls wurde unsere Neugierde geweckt und wir haben uns vorgenommen, den Kunstverein mal bei Tageslicht zu besuchen.

Wir empfanden die Kulturnacht als sehr kurzweilig, abwechslungsreich, spannend und interessant. Neben der Langen Nacht der Museen ein weiteres kulturelles Highlight, das einen festen Platz in unserem Kalender gefunden hat.

 

 

 

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