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EinfachIch367

Anfang Mai war es endlich so weit. Wir durften unser neues Gefährt in München abholen. Obwohl das schon alleine ein Event war (hier der ausführliche Bericht) wollten wir doch die nächsten Tage sinnvoll nutzen und uns mit dem neuen Familienmitglied näher vertraut machen.

Bei einem großen Online-Versandhändler stießen wir auf das Buch „Wochenendtouren mit dem Cabrio in Bayern“. Von den 12 beschriebenen Touren entschieden wir uns für die Touren 1 bis 3, von Bad Reichenhall nach Lindau. Die 3 Etappen bilden jeweils Tagestouren von ca. 150km. Es gibt unterwegs genug zu sehen und man kann die Strecke ohne Zeitdruck in Ruhe bewältigen.

Die Schwerpunkte des Autors liegen zum einen auf den Routen an sich – schöne Landstraßen, tolle Pässe – zum anderen auf Sehenswürdigkeiten entlang der Route. So kann sich jeder seine eigenen Schwerpunkte entlang den Alpen setzen. Und eines ist sicher: es gibt viel zu sehen und es wird nie langweilig!

 

Übersicht

Die gefahrene Route wird nicht nur im erwähnten Buch beschrieben, sondern es gibt auch genügend Material im Netz. Aber eines haben alle Beschreibungen gleich: der eigentliche Start ist in Lindau und endet auf der Rossfeldhöhenstraße bei Berchtesgarden. Da wir die Tour jedoch in entgegengesetzter Richtung fuhren, mussten wir bei den Streckenbeschreibungen manchesmal „umdenken“, was aber keine größere Hürde darstellte.

Die drei zu fahrenden Etappen gliederten sich in folgende Abschnitte:

  1. Etappe: von Bad Reichenhall nach Sauerlach (nähe Tegernsee)
  2. Etappe: von Sauerlach nach Oberammergau
  3. Etappe: von Oberammergau nach Lindau / Friedrichshafen

1. Streckenabschnitt: von Bad Reichenhall zur Rossfeldhöhenstraße

Da wir in Bad Reichenhall eine schöne Unterkunft gefunden hatten, nahmen wir einen kleinen Umweg in Kauf. Somit begann unsere erste Etappe nicht direkt bei Berchtesgarden. Zum Glück war auf den Wetterbericht zu 100% verlass. Bis mittags wurde Regen vorhergesagt, danach sollte es sonnig werden. Also machten wir nach dem reichhaltigen Frühstück, was zudem aufgrund des erzählfreudigen einheimischen Vermieters sehr unterhaltsam war, erstmal einen Rundgang durch Bad Reichenhall. Bad Reichenhall ist ein gemütliches Örtchen, bekannt u.a durch sein „Bad Reichenhaller Salz“. Die Fußgänerzone ist überschaubar, aber allemal einen kleinen Spaziergang wert.

Da der Himmel ab mittags tatsächlich aufklarte, verzichteten wir auf irgendwelche Besichtigungen und begannen mit unserer eigentlichen Tour.

Wir fuhren nach Berchtesgarden, um von dort aus auf die Rossfeldhöhenstraße zu fahren. Diese Panoramastraße ist ca. 16 km lang und der höchste Punkt liegt bei knapp 1600m. Die Maut in Höhe von 8,- Euro lohnt sich durchaus. Unterwegs hat man immer wieder tolle Ausblicke auf das Berchtesgardener Land. Glücklicherweise gibt es an allen lohnenswerten Stellen mit Ausblick Parkmöglichkeiten.

Die schnell wechselnden Wolkenbilder boten ein schönes Naturschauspiel. Wem das nicht genügte, der hätte sich bei einer Schneeballschlacht vergnügen können. Uns genügten die Ausblicke.

 

2. Streckenabschnitt: von der Rossfeldhöhenstraße über Ruhpolding zum Wasserfall Tatzelwurm

Da wir noch einige Kilometer vor uns hatten und es bereits Nachmittag war, mussten wir uns ein wenig sputen. Es ging zurück über Bad Reichenhall Richtung Reit im Winkl, mit einem kleinen Zwischenstopp in Ruhpolding. Wer den Ort durchquert kommt unweigerlich an einem Kreisverkehr vorbei, an dem sich das tolle Brot- und Kaffeehaus Schuhbeck befindet. Der sehr naturverbundene Style ist allemal ein Besuch wert. Und kulinarisch wird man vielseitig verwöhnt.

Mit einem erfrischendem Getränk und einer kleinen Stärkung ging es zunächst weiter bis zum Walchsee in Österreich. Sähen die Schilder nicht etwas anders aus als die uns gewohnten deutschen Verkehrszeichen hätte man den Länderwechsel gar nicht bemerkt. Der See ist der viertgrößte natürliche See des Landes Tirol und ein beliebtes Badeziel. Wir machten eine kurze Rast um zu sehen, in welchem Gewässer sich bayrische und österreichische Wasserfreunde erfrischen.

Nach einer ca. 30 minütigen Fahrt erreichten wir den Ort Tatzelwurm Weiler, der hauptsächlich aus einem Wellness-Hotel sowie einem Wanderparkplatz besteht. Wir nutzten den Wanderparkplatz und begaben uns zu den Tatzelwurm Wasserfällen. Wie so oft versuchen irgendwelche sagenumwobenen Geschichten einen Ort geheimnisvoll zu machen. Wir ersparten uns dies und erfreuten uns einfach an dem tollen Zwichenstopp und bewunderten die herrliche Natur.

 

3. Streckenabschnitt: vom Wasserfall Tatzelwurm über Bayrischzell, Schliersee, bis Sauerlach (Nähe Tegernsee)

Nachdem wir uns die Füße vertreten haben lag nun die 15km lange Tatzelwurmstraße vor uns. Eine herrlich kurvenreiche Strecke mit einigen schönen Spitzkehren. Die auffallend vielen Warnschilder für Motorradfahrer lassen erahnen, dass es nicht immer glimpflich durch die Kurven geht.

Nach erfolgreicher Bewältigung der zahlreichen Kurven näherten wir uns Schliersee. Direkt an der Hauptstraße liegt die Destillerie Slyrs. Whisky Freunde wird diese Distellerie ein Begriff sein, da hier seit 1999 der erste bayerische Single Malt gebrannt wird. Eine Besichtigung ist möglich und bestimmt interessant. Da sich der Tag aber schon dem Ende neigte, kam das für uns leider nicht in Betracht.

Einige Kurven weiter erreichten wir dann den Schliersee. Es blieb Zeit für ein paar Fotos, bevor es dann Richtung Tegernsee nach Sauerlach, unserem Etappenziel, ging. Wir ließen den Tag in der Hotellobby ausklingen und freuten uns auf unsere zweite Etappe, die wir mit einem Frühstück am Tegernsee beginnen wollten.

 

Weiterführende Links in diesem Blog:
Mit dem Cabrio entlang der Deutschen Alpenstraße (2. Etappe): von Sauerlach (nähe Tegernsee) nach Oberammergau

Mit dem Cabrio entlang der Deutschen Alpenstraße (3. Etappe): von Oberammergau nach Lindau / Friedrichshafen

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