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EinfachIch367

Vor einigen Jahren bin ich zufällig auf den Seiten der Deutschen Bahn auf die Route der Schwarzwaldbahn gestoßen. Die Strecke führt von Karlsruhe über Baden-Baden nach Offenburg, dann weiter über Hausach, Triberg, St. Georgen, Villingen, Donaueschingen, Singen, Radolfzell bis Konstanz. Seitdem hatte ich immer mal vor, diese landschaftlich sehr interessante Route zu fahren. An den freien Tagen Ende Dezember war es dann endlich soweit.

Die Strecke windet sich von 159 Höhenmeter (Offenburg) bis auf 832 Höhenmeter (Sommerau), ehe es wieder abwärts Richtung Bodensee geht. Vorbei an vielen Hütten, Kapellen, Höfe und romantischen Dörfern geht es durch viele Tunnel quer durch den Schwarzwald. An tollen Ausblicken mangelt es nicht. Fernglas oder Kamera sollte man unbedingt dabei haben.

Mittels Baden-Württemberg-Ticket hat man die Möglichkeit an interessanten Haltepunkten auszusteigen und nach Lust und Laune zu einem späteren Zeitpunkt weiter zu fahren.

Das Besondere an der Strecke ist jedoch der Audioguide, den es auf den Seiten der Deutschen Bahn als Download gibt. Zu jedem Haltepunkt bzw. Streckenabschnitt ab Karlsruhe gibt es sehr interessante Informationen. Diese beinhalten technische und geschichtliche Details zur Bahnstrecke als solches sowie Besonderheiten zu jedem einzelnen Haltepunkt. So kann man sich ganz spontan entscheiden, wo man aussteigt, um sich interessante Dinge anzuschauen. Da die Strecke im Stundentakt gefahren wird lässt sich die Weiterfahrt gut planen.

Im Audioguide erfährt man u.a  einiges über die Planungen und den Bau der Strecke. Dies sollte man nicht überspringen. Neben den höchst interessanten Details steigert es auch bei Nicht-Technikfans die Wertschätzung und Vorfreude auf das, was vor einem liegt.

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Da wir bereits von Stuttgart aus nach Karlsruhe mit der Bahn gefahren sind und so schon eine zeitlang unterwegs waren, hatten wir uns für einen Zwischenstopp in Offenburg entschieden. Ein nettes Städtchen, das durchaus eine Verweildauer rechtfertigt. Dank Aufenthalt in einem Lokal, bei dem das Essen zwar sehr lecker ist, es aber doch eine Weile gedauert hat, bis es den Weg auf unseren Teller gefunden hat, waren die ersten 2 Stunden von max. 3 Stunden an geplanten Pausen vorbei. Nicht weiter schlimm, da es im weiteren Verlauf der Strecke noch so manches zu erkunden gibt, was eh nicht alles auf einer Tour zu schaffen ist. Daher sollte man sich nicht zu viel vornehmen.

Nachdem man den Schwarzwald überquert hat geht es Richtung Konstanz. Und wenn es am Bodensee nicht gerade neblig ist hat man gegen Ende der Strecke schöne Ausblicke direkt auf den See. Wir hatten dies leider nicht ….

Nach 1,5 Stunden Aufenthalt in Konstanz ging es über Ulm retour Richtung Stuttgart. Wer auf den Bodensee verzichten möchte und nicht den Anspruch hat, unbedingt die vollständige Strecke der Schwarzwaldbahn fahren zu müssen, der kann auf die Haltepunkte Engen und Singen verzichten und steigt bereits in Immendingen aus, um die Rückfahrt über Rottweil nach Stuttgart anzutreten.

Sollte es doch nochmal ein Winter mit Schnee geben, macht es bestimmt viel Spaß, Ausblicke auf einen zugeschneiten Schwarzwald zu erhaschen und vielleicht auch als Zwischenstopp einen kleinen Spaziergang im Tiefschnee zu machen. Auf über 800m Höhe sollte es schon mal klappen mit dem Schnee.

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Blick aus der Schwarzwaldbahn

Wer gerne wandert wird sich bestimmt für den Schwarzwaldbahn-Erlebnispfad interessieren. Auf der gleichnamigen Website heißt es:

„Der Schwarzwaldbahn-Erlebnispfad führt die Wanderer und Spaziergänger dieses Weges in die Geschichte des Baus und den laufenden Betrieb der Schwarzwaldbahn zwischen Hornberg, Triberg und St. Georgen ein. Die Besucher werden dabei auf einer Panoramatour mit beeindruckenden Bahnaussichten geführt, welche die ereignisreiche und spannende Geschichte der Schwarzwaldbahn im interessantesten Streckenabschnitt anhand anschaulicher Beispiele erzählt und lebendig werden lässt.“

Die Seite ist sehr informativ und wie den Berichten zu entnehmen ist, sind die beiden rund 6 km langen Etappen „Unterer Erlebnisweg“ und „Oberer Erlebnisweg“ auch für Familien mit Kindern geeignet.

Wie so oft findet man auch bei Wikipedia weitere interessante Informationen.

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Blick aus der Schwarzwaldbahn

Unser Fazit: Toller Ausflug, trotz mäßigem Wetter im Dezember, den wir bestimmt einmal wiederholen werden.

 

 

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